top of page
Search

Rückblick: Einsatz für die Gelbbauchunke



Die Gelbbauchunke ist eine faszinierende Amphibienart, die in der Schweiz stark gefährdet ist. Der Verlust geeigneter Lebensräume setzt die Bestände unter Druck. Um der wanderfreudigen Unke neue Lebensräume zu erschliessen, hat das Naturnetz Pfannenstil ein Projekt im Wehrenbachtobel auf Zolliker Gemeindegebiet gestartet. Ziel ist es, geeignete Laichgewässer zu schaffen und die Vernetzung zwischen bestehenden Beständen zu verbessern. Daher wurden an verschiedenen Stellen im Tobel insgesamt 16 spezielle Unkenwannen installiert.


Damit die Gelbbauchunke die Wannen auch tatsächlich besiedeln kann, bedarf es der regelmässigen Pflege. Diese hat der Ornithologische Verein Zollikon übernommen. So trafen sich am Samstag, 8. März bei bestem Wetter 15 Naturschützer, darunter auch drei begeisterte Kinder, zum ersten Pflegeeinsatz. Denn ab nun müssen die Wannen einmal im Jahr geleert und freigelegt werden.


Unter der fachkundigen Anleitung der Fachleute Vincent Sohni und Maren Lebender vom Naturnetz Pfannenstil schöpften die Freiwilligen mit grossen Kesseln das Wasser aus den Wannen, schnitten Gras und Äste rund um die Wannen zurück und entfernten Laub und Schlamm aus den Wannen. Zum Einsatz kamen auch Siebe, um Lebewesen auffangen zu können. 


Ein besonderes Erlebnis waren die vielen Bergmolch-Männchen und -Jungtiere, die aus den Wannen geschöpft und in den grösseren Weihern wieder freigelassen wurden. Auch fanden sich diverse Libellenlarven, die übrigens zwei bis fünf Jahre im Wasser verbringen, bevor sie sich zur Libelle verwandeln. Auch eine Köcherfliegenlarve, die ihren charakteristischen Schutzköcher baut, konnte bestaunt werden.


Nach einer wohlverdienten Pause wurde engagiert weitergearbeitet. Der richtige Zeitpunkt für diese Pflege ist entscheidend: Die Becken sollten idealerweise bis Anfang April leer bleiben, damit sich keine Tiere vor der Gelbauchunke ansiedeln, da diese erst meist im Mai unterwegs sind. Um die Mittagszeit waren alle Wannen gereinigt und die Teilnehmer verabschiedeten sich um eine interessante Erfahrung reicher zufrieden voneinander.




 
 
bottom of page